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Wir fühlen uns wie zu Hause

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„Für keinen von uns ist Tokio oder Japan Neuland. Jede, jeder von uns kennt das Kodokan Institute und auch Nippon Budokan, d.h. Trainings- und Wettkampfhalle. Ich war 20, als ich das erste Mal im Kodokan Institute trainieren durfte. Ich war unglaublich nervös und richtig ehrfürchtig. Mittlerweile ist das für mich normal. Es fühlt sich ein bisschen so an, als würden wir nach Hause kommen“, erklärt ÖJV-Headcoach Yvonne Bönisch.

Wie gut habt Ihr Euch im Olympischen Dorf schon eingelebt?

Yvonne Bönisch: „Körperlich sind alle noch ziemlich geschlaucht von der Anreise bzw. den langen Einreise-Formalitäten. Wir haben in Narita fast sechs Stunden verbracht, bevor wir in den Bus zum Olympischen Dorf einsteigen durften. Und ausgerechnet Hitoshi (Nationaltrainer Hitoshi Kubo) haben wir auch noch verloren. Der musste durch die japanische Immigration, erst dann durfte er wieder zu uns. Also ich habe mit vielem gerechnet: Aber nicht, dass wir bei der Einreise nach Japan ausgerechnet einen Japaner verlieren… Anfangs sind wir kurz erschrocken, dann haben wir unseren Humor schnell wiedergefunden. Sonst läuft alles nach Wunsch. Man darf nicht vergessen: Für viele andere Sportarten ist Japan bzw. Tokio vielleicht Neuland, für uns ist das unser zweites zu Hause. Wir haben hier viele Freunde, kennen die Bedingungen und fühlen uns wohl. Das trägt sicher dazu bei, dass sich unsere Nervosität noch in Grenzen hält.“

Montag steigt im Kodokan Institute in Tokio die erste Trainingseinheit. Was willst Du von Deinem Olympia-Team sehen?

Bönisch: „Wichtig ist, dass wir nach der Anreise schnell wieder in den gewohnten Trainings-Rhythmus zurückkehren. Wir werden täglich zweimal trainieren. Vormittags absolvieren wir Kraft- und Fitness-Einheiten, nachmittags steht Judo im Kodokan auf dem Programm. Die ersten paar Einheiten werden noch recht locker sein. Wir wollen keine Verletzung riskieren.“

Mit wieviel Zuversicht siehst Du der freitägigen Auslosung entgegen?

Bönisch: „Natürlich würde ein bisschen Losglück nicht schaden. Von der Papierform her hat Michaela Polleres sicher einen kleinen Vorteil. Sie ist als Nummer 5 gesetzt, hat in Runde 1 ein Freilos. Das ist bei Olympia definitiv kein Nachteil.“

 

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