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Mittwochabend fand die dritte ÖJV-Vorstandssitzung im Olympia-Jahr 2021 statt. ÖJV-Präsident Martin Poiger nimmt im JUDO-AUSTRIA-Interview Stellung zu den wesentlichen Themen und Beschlüssen.
Wie zufrieden ist die Judo-Szene mit dem Re-Start?
Martin Poiger: „Die Landesverbände und die großen Judo-Klubs sind entsprechend erleichtert. Sie sind hoch-motiviert, den Nachwuchs- und Breitensport wieder voll ins Laufen zu bringen. Tatsache ist aber auch, dass ein Großteil der kleineren Vereine erst im Herbst wieder aufmacht bzw. dann erst AnfängerInnen-Kurse anbietet. Für diese Klubs hätte ein Aufmachen jetzt zu viel Aufwand bedeutet.“
Wie kann der Österreichische Judoverband helfen?
Poiger: „Wir werden eine große Marketing-Kampagne launchen – mit dem Titel: Judo – mit Sicherheit umwerfend. Wir versuchen möglichst viele potenzielle neue Mitglieder anzusprechen, vor allem auch Mädchen, junge Frauen. Im Judo leben wir die Diversität und Gleichberechtigung. Das ist uns besonders wichtig. Wir werden darüber hinaus auch wieder bei den Bürgermeistern, lokalen Behörden mit Mails, Briefen Stimmung dafür machen, dass möglichst viele öffentliche Turnsäle über den Sommer offenbleiben. Der Nachholbedarf an Bewegung bei Jugendlichen und Erwachsenen könnte nicht größer sein.“
Die neue Judo-App ging online. Wie wird sie angenommen? Warum ist dem Verband daran gelegen?
Poiger: „Wie unsere Top-AthletInnen gilt auch für uns: Stillstand ist Rückschritt. Wir brauchen Weiterentwicklung. Die App hilft uns, Judo Austria noch stärker untereinander zu vernetzen. Und sie erleichtert uns als Verband die tägliche Arbeit.“
Im Juni gehen in Oberwart die Österreichischen Unter-18- und Unter-21-Meisterschaften in Szene (26./27.6.). Welche Termine wurden in der Vorstandsvorsitzung noch fixiert?
Poiger: „Die Staatsmeisterschaften der allgemeinen Klasse, kombiniert mit den Unter-16-Titelkämpfen, werden am 2. und 3. Oktober in Straßwalchen (Salzburg) statt. Am 9. Oktober ist die ÖJV-Generalversammlung angesetzt. Das Bundesliga-Turnier soll am 23. Und 24. Oktober ausgetragen werden. Der Austragungsort wird noch bestimmt.“
Im Leistungssport stehen mit der WM in Budapest (HUN, 6. – 13.6.) und den Olympischen Spielen in Tokio /JPN, Judobewerbe: 24. – 31.7.) die zwei absoluten Highlights an. Die letzte WM-Medaille gelang 2010 durch Sabrina Filzmoser, die letzte Olympia-Medaille (Ludwig Paischer, Silber in Peking, 2008) ist 13 Jahre her. Welche Erwartungen hat der ÖJV-Vorstand für WM und Olympia?
Poiger: „Klar ist: Wir haben Olympiasiegerin Yvonne Bönisch Anfang des Jahres als Headcoach verpflichtet, weil wir möglichst viele Medaillen holen wollen. Judo Austria soll für Erfolge auf international höchstem Niveau stehen. Das ist unser Verbandsanspruch. In Lissabon hat uns Bernadette Graf am Schlusstag mit ihrem 3. Rang sportlich gerettet. Bei der WM hoffen wir, dass wir wieder anschreiben können, auch bei Olympia. Die Vorbereitung ist nach Wunsch verlaufen. Aber Garantie für Medaillen gibt es natürlich nicht. Aber wir sind überzeugt davon, dass man auf längere Sicht mit beständiger professioneller Arbeit Erfolge erzwingen kann. Wir haben jedenfalls einige AthletInnen, die für Edelmetall gut sind. Davon ist Yvonne überzeugt – und das ist ein gutes Zeichen.“

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